Hilfe für die Rohingyas!

Unter dem Motto
„Kinder helfen Kindern –
Wir unterstützen die
Rohingyas“
engagieren sich alle Klassen unserer Schule für eine Menschengruppe, deren grausames Schicksal
hierzulande vielen Personen gar nicht bekannt ist.

Die Rohingyas sind eine muslimische Minderheit, die bereits seit Jahrzehnten in Myanmar verfolgt wird. Seit den systematischen Angriffen auf ihre Dörfer und der gezielten Ermordung von über 6700 Rohingyas im August 2017, sind rund 900.000 Männer, Frauen und Kinder ins benachbarte Bangladesch geflohen – in eines der ärmsten Länder der Welt.

  • 80% der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder
  • 90% der Kinder sind traumatisiert
  • 70% der Jugendlichen wurden auf der Flucht missbraucht
  • in den überfüllten Lagern herrschen katastrophale hygienische Zustände
  • Menschenhändler verschleppen Kinder und Jugendliche
Wie sieht unser Engagement aus?

Die Elly-Heuss-Knapp-Realschule hat seit zwei Jahren eine Kooperation mit der in Bergisch Gladbach ansässigen Menschenrechtsorganisation BONO-Direkthilfe, die aus aktuellem Anlass (s.o.) den Bau und die Inbetriebnahme eines sogenannten “Child Friendly Space Center” mitfinanziert. Dabei handelt es sich um eine Schutzeinrichtung, die sich im Flüchtlingslager “Cox Bazar” in Bangladesch befindet und die im März 2018 für Rohingya-Flüchtlingskinder gebaut worden ist. Seit April sollen dort ungefähr 300 Kinder zumindest für einige Stunden am Tag unterrichtet werden und Möglichkeiten zum Spielen erhalten. Im Child Friendly Space gibt es sauberes Trinkwasser und Spezialnahrung, medizinische Erstversorgung sowie psycho-soziale
Betreuung
. Die Rohingya-Kinder haben somit einen Schutzraum und erleben Fürsorge, Geborgenheit und ein wenig Normalität in ihrer leidvollen Lebenssituation.

Unsere Schüler möchten einen Teil der finanziellen Kosten des Child Friendly Space mittragen und werden auf vielfältige Art und Weise aktiv. Schüler des Wahlpflichtkurses der Stufe 9 in Sozialwissenschaften haben einen Vortrag über die Lage der Rohingyas erarbeitet. Die gesamte Schülerschaft unserer Schule hört diesen Vortrag nach den Osterferien klassenweise nacheinander, eine Lehrerin beantwortet zusammen mit den Sowi-Schülern möglicherweise aufkommende Fragen und leitet gegebenenfalls
Diskussionsrunden.
Die Klassen organisieren dann Kuchen-und Waffel-
verkaufsstände
, einige Klassen möchten einen
Sponsorenlauf durchführen und andere würden gerne
direkte Geldspenden einsammeln. Möglicherweise ergeben sich auch noch andere Formen der Unterstützung. Das gesamte Projekt wird in besonderer Weise koordiniert und getragen von unseren Schülervertretern und der SV-Lehrerin, vier weiteren Lehrern, dem WP-Sowikurs und unserer Schulleiterin. Das gespendete Geld wird direkt und
zuverlässig nach Bangladesch geleitet.

Wir haben uns für das Rohingya-Projekt entschieden, weil wir einen Beitrag dazu leisten möchten, dass diese Menschengruppe wieder in den Fokus der Wahrnehmung rückt und nicht vergessen werden darf. Hinzu kommt, dass wir
unseren Kooperationspartner BONO unterstützen möchten. Schließlich wollen wir ein Zeichen setzen, dass uns das Schicksal von Menschen, die geografisch weit entfernt sind, ebensosehr am Herzen liegt, wie das unserer Kölner Mitmenschen.

Urban Philippek (Konrektor)

9 Antworten auf „Hilfe für die Rohingyas!“

  1. Ich finde es sehr gut, dass sich die EHK um solche Situationen kümmert.
    Leider müssen diese Menschen unter so einer Lage leiden und es ist gut zu wissen, dass ihnen geholfen wird.

  2. Ja, das stimmt, die Situation der Rohingyas ist sehr traurig und deshalb ist es sehr gut, dass die EHK die BONO-Dirkethilfe unterstützt und Pausenverkäufe und Sponsorenläufe organisiert, um Geld/Spenden zu sammeln. Der Artikel auf der Schulwebsite ist sehr informativ und übersichtlich gestaltet!

  3. Ich finde, dass der Vortrag sehr informativ geworden ist. Was ich besonders gut fand war, dass die Schüler weitere Details genannt haben wie z.B., dass ca. 1,2 Mio Menschen dort leben. Und warum keine genaue Anzahl angegeben war, haben sie auch erklärt, weil die meisten keine Ausweise haben. Das sind zwar kleine details, aber auch sehr wichtige.

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