Berufsorientierungswoche

Berufsorientierungswoche

BO2013_introBO – Woche an der Elly-Heuss-Knapp-Realschule vom 1. ─ 4.7.2013

Den Auftakt der Berufsorientierungswoche bildete die Betriebsbesichtigung im Lager und Verwaltungsbereich von porta Möbel in Frechen. Bei strahlendem Sonnenschein besuchten wir am Montag und Dienstag mit jeweils 12 Schüler/innen der 9er Klassen das Möbelhaus.

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Dort wurden wir von Herrn Schmidt, dem Assistenten der Personalleiterin, freundlich empfangen und unsere Tour startete sogleich im Verwaltungstrakt des Unternehmens.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten dort einen ersten Einblick in die Ausbildungsberufe Bürokauffrau/-man sowie Einzelhandelskauffrau/man.

Im Anschluss daran begaben wir uns gemeinsam in das überwältigend große Lagerhallen-Areal des Möbelhauses, wo schon die speziellen 16 m hohen Gabelstapler in die Höhe schossen, um Waren in die Regale ein- und auszuladen. Zwei unserer Schüler/innen durften sogar mit dem Gabelstapler mitfahren – ein einmaliger Höhepunkt unserer Besichtigung.
Zwei Azubis, die den Beruf „Fachkraft für Küchen-, Möbel- und Umzugsservice“ erlernen, stellten uns ihren Ausbildungsalltag praxisnah dar und beantworteten unsere Fragen.

Das porta Möbelhaus bildet zudem in der Berufssparte „Fachkraft für Lagerlogistik“ aus.

Der Tag wurde abgerundet mit einer Feedbackrunde im anliegenden Café. Die Schüler/innen sind dem Angebot und den Berufen offen begegnet und haben schon Wünsche für eine nächste Betriebsbesichtigung wie z.B. in einem Krankenhaus geäußert.

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Am Mittwoch und Donnerstag stand dann unser Workshop „Interkulturelle und soziale Kompetenzen“ auf dem Plan!

Auch hier zogen wir von der Schule aus mit der jeweiligen Gruppe gemeinsam los, diesmal aber zu Fuß, denn das Training fand in den Räumlichkeiten des BAQ-Projektes sowie des ISS Netzwerks in der „Villa“ (Genovevastraße 94) statt.

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Die Trainerin Frau Gün, Kinder- und Jugendpsychologin sowie freiberufliche Seminarleiterin von interkulturellen Workshops, leitete das Training mit einer aktivierenden „Landkartenübung“ ein, bei der die Schüler/innen sich nach Wohn-, dann Geburtsort und schließlich nach Geburtsort der Eltern bis hin zu Urgroßeltern auf einer imaginären Landkarte positionieren mussten. Zu Überraschung aller stand zum Schluss keiner mehr in Köln und nur ganz wenige in Deutschland.

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Anschließend gab es Raum für Kreativität, die Schüler/innen sollten nämlich eine Postkarte von dem Ort, den sie als ihren Heimatort bezeichnen, malen und den anderen vorstellen. Der Kölner Dom war nicht zu übersehen!

 

 

 

Nach einem theoretischen Input in die Themen Kultur, Kulturstandards und Prägungen, konnten die Schüler/innen ihre eigenen Ideen und Beobachtungen von vermeintlich „deutschen“ und „türkischen“ Kulturstandards in Kleingruppen vergleichen, ausdiskutieren und festhalten.

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Im Anschluss daran konnten die Schüler/innen bei der Kultursimulationsübung „Insel Albatros“ ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen, wo eine Gesellschaft vorgestellt wurde, in der auf dem ersten Blick die Frau unterdrückt zu sein scheint, nach Auflösung der Übung jedoch erfährt, dass Riten und Gewohnheiten dieser Gesellschaft eine ganz andere Bedeutung haben als wir sie mit unserer eigenen kulturellen Brille interpretiert haben.

Zum Schluss wurde den Schüler/innen noch ein kurzer Film über die Migrationsgeschichte der sogenannten Gastarbeiter aus den 1960er Jahren gezeigt, bei dem jugoslawische Frauen und Männer von der „Anwerbung“ bis Unterbringung in Fabriklagern gezeigt und interviewt werden. Man konnte sehen, wie schwer es den Frauen und Männern fiel, ihre Heimat und Familien zu verlassen und letztlich nur die finanzielle Not sie dazu zwang.

Die Dozentin konnte den Schüler/innen gut vermitteln, dass kulturelle Vielfalt ein komplexer und facettenreicher Begriff ist, der aber sehr viel Potenzial in sich birgt, auf den die Schüler mit Recht stolz sein können und sollten.

Fazli Tanik, Politologe und Mitarbeiter im baq-Projekt

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