11. Adventsfenster

Wann ist denn endlich Weihnachten?
Oder: Wann gibt es endlich Weihnachtsferien?

Die Antwort gibt der Adventskranz und der Adventskalender!

Wenn die Adventskerzen angezündet werden, folgt man einem ursprünglich protestantischen (evangelischen) Brauch in Norddeutschland aus dem 19. Jahrhundert.

Als „Erfinder“ gilt der evangelische Theologe Johann Heinrich Wichern (1808 – 1881). Er lernte als Lehrer im Hamburger Elendsviertel die schlimme Armut, die Wohnungsnot, die Kinderarbeit und die Verwahrlosung der Familien kennen. Er gründete 1833 in Hamburg angesichts des
Kinderelends ein Rettungsheim, das sogenannte „Rauhe Haus“.

Täglich während der Adventsandacht wurde auf dem Kronleuchter im Versammlungsraum des „Rauhen Hauses“ ein neues Licht angesteckt. Von Hamburg aus verbreitete sich der Adventskranz über die ganze Welt. Seine grünen Zweige sollen die Hoffnung versinnbildlichen; rote Kerzen stehen für Liebe und die violetten Bänder für Buße und Umkehr. Genauso wie unsere Vorfahren damals verbinden auch wir heute die Adventszeit mit dem Gedanken an behagliche Häuslichkeit und dem Wunsch, einmal ohne Hektik, ganz in Ruhe (z.B. auch mal ohne Fernsehen oder Facebook) mit den Eltern zusammen zu sein.

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Der Adventskalender entstand in Hamburg: So etwa sah er ursprünglich aus. Fotografiert im „Michel“, der bekanntesten Kirche Hamburgs, während der Klassenfahrt der 10b in der Adventszeit 2011.

 

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Das ist der angeblich größte Adventskalender. Er steht in Dortmund. Jeden Tag wird eine Container-Tür geöffnet.

Wer kann uns ein Foto vom Rhein-Energie-Stadion zusenden, dem angeblich größten
Adventskranz Europas? ➡ redaktion@ehk-koeln.de

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Und dies ist der kleinste Adventskalender – für unterwegs – 24 Tage in einer Streichholzschachtel!